Das Buch wurde auf Hebräisch geschrieben und veröffentlicht. Als ich zum ersten Mal das Manuskript las, das meine geliebte 91-jährige Tante Rena verfasst hat, fühlte ich, dass ich nicht bloß eine Familiengeschichte in Händen halte, sondern ein Dokument, das von einer Seele durchdrungen ist — erfüllt vom Atem der Zeit, von den Stimmen vergangener Generationen und vom warmen Licht der Liebe zu den Wurzeln. Rena hat viele Jahre gewidmet, um für uns — die nächste Generation — den wertvollsten Besitz zu bewahren: die Erinnerung. Die Erinnerung an jene, die vor uns kamen, die uns nicht nur ihre Namen, sondern auch ihre Werte, ihr Schicksal und ihren Geist hinterlassen haben. In einer Welt, in der wir gewohnt sind, Erfolg an Zahlen, Titeln und Bauwerken zu messen, ist wahrer Erfolg jener, dessen Früchte auch nach unserem Weggang reifen. Dieses Buch ist ein solcher Erfolg. Solange es jemanden gibt, der lesen, sich erinnern und erzählen wird, lebt dieses Buch weiter. Warum habe ich beschlossen, das Buch ins Hebräische zu übersetzen? Die Antwort ist zugleich einfach und tief: damit die Erinnerung nicht zum Schweigen wird. Meine Enkel und Urenkel lesen, wie viele Kinder in Familien ehemaliger Auswanderer, kein Russisch mehr. Ihre Sprache ist Hebräisch, ihre Welt ist Israel. Doch ohne Wurzeln kann kein Zweig in die Höhe wachsen. Ich glaube von ganzem Herzen, dass die Kenntnis der Familiengeschichte einen Menschen stärker, standfester macht und ihm ein Zugehörigkeitsgefühl gibt.


